Angst und Panik überwinden
Mehr Lebensqualität.
Jeder Mensch kennt Angstgefühle, denn Angst ist ein natürlicher Schutz vor Gefahren. In der Biologie spricht man von der „Fight-or-Flight-Reaktion“ (Kampf-oder-Flucht-Reaktion): Unser Körper bereitet sich darauf vor, zu kämpfen oder zu fliehen – Herz klopft schneller, die Hände werden feucht, der Atem beschleunigt sich, alles konzentriert sich auf den Auslöser. Dieser sehr alte Reflex hat viele Jahrtausende unser Überleben gesichert.
Manchmal wird diese eigentlich sinnvolle Reaktion jedoch zum Problem – dann, wenn die Angst uns nicht mehr vor Gefahren schützt, sondern uns im Alltag behindert. Wir bekommen Angst vor der Angst, und Angstgefühle werden zum ständigen Begleiter. Die Angst verselbständigt sich immer mehr, wird stärker, nimmt mehr Raum ein und beeinträchtigt so das ganze Leben – sie wird zur Krankheit.
Menschen mit einer solchen Angststörung leiden immer wieder unter quälender innerer Unruhe und Nervosität. Die meisten haben auch Panikattacken; dabei werden die Angstzustände unkontrollierbar, und der ganze Körper rebelliert: Herzrasen, Atemnot, schweißnasse Hände, Magendruck, Übelkeit, Schwindel, ein Gefühl der Unwirklichkeit, Kribbeln in Händen und Füßen und andere Symptome verstärken die Angst zusätzlich.
Diese starken Angstreaktionen sind sehr unangenehm und führen dazu, dass wir die angstauslösende Situation zu meiden versuchen. Das mindert die Angstzustände jedoch nur kurzfristig – je öfter wir den Angstauslöser vermeiden, desto mehr wächst die Angst. Dieser Zustand ist sehr anstrengend, und wenn er länger andauert, kommt es oft zu Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen und anderen Symptomen.
Wenn Sie diese Angstspirale kennen, sind Sie nicht allein. Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten seelischen Störungen und nehmen weiter zu. Viele Betroffene haben zunächst gar keinen Namen für ihr Leiden, wissen nicht, dass ihre körperlichen Symptome von einer Angststörung herrühren, oder halten die Angst für eine Depression.
Ich habe mich in meiner Praxis auf krankhafte Angst- und Panikstörungen spezialisiert. So kann ich vielen Menschen schnell und wirksam helfen, diese quälenden Gefühle zu überwinden und wieder ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wie krankhafte Angst entsteht
Damit sich Angst verselbständigt und zur Krankheit wird, wirken in der Regel mehrere Faktoren zusammen: eine Veranlagung zu besonderer Sensibilität und Reflexion – daher treten Angststörungen oft familiär gehäuft auf –, der bisherige Lebensweg, auf dem angstförderndes Verhalten mehr und mehr verstärkt wurde, körperliche Co-Faktoren, die die Angst auslösen oder verstärken können, sowie besondere Ereignisse im sozialen Umfeld oder traumatische Erlebnisse, die oft der letzte Anstoß sind.
Eine Angsttherapie hilft in aller Regel, die quälende Angst wieder loszuwerden – dabei werden den Betroffenen meist auch die Ursachen ihrer Angstprobleme bewusst.
Wovor Menschen Ängste entwickeln
Typische Ängste sind unter anderem: grundlose Angst, Angst allein zu sein, Versagensangst, Angst vor bestimmten Situationen oder Orten, Angst vor dem Fliegen oder Autofahren, soziale Ängste (Telefonieren, Sprechen vor Gruppen), Prüfungsangst, Angst vor Tieren, Höhenangst, Platzangst sowie generalisierte Sorgen um Gesundheit, Familie oder Zukunft.
grundlose Angst · Angst, allein zu sein · Angst zu versagen, Angst im Job · Angst vor bestimmten Krankheiten · Angst vor bestimmten Situationen und Orten · Angst vor dem Tod · Angst um Kinder und Angehörige · Angst vor dem Fliegen, Bahnfahren, Autofahren, Autobahnen, Ampeln, Kurven, Brücken, Baustellen · Angst zu telefonieren, mit Menschen zu sprechen · Angst aufzufallen · Angst vor Menschen oder Menschenansammlungen · Angst vor dem Zahnarzt, vor Spritzen, vor der Schule, vor der Arbeit, vor Klausuren und Prüfungen · Angst zu essen oder zuzunehmen · Angst einzuschlafen · Angst umzukippen oder sich zu übergeben · Angst, plötzlich zur Toilette zu müssen · Angst vor Spinnen, Mäusen, Hunden · Angst vor Höhe, Weite, Enge · Angst vor Impotenz · Angst zu altern · Angst vor Blut oder anderen Stoffen · Angst vor Geräuschen · Angst vor Dunkelheit · Angst, das Haus zu verlassen · Angst vor der Zukunft · Angst vor Nähe und Bindung · Angst vor Wasser · starke Sorgen um Alles und Jedes
Arten der Angst (Phobien)
Agoraphobie – Angst vor bestimmten Plätzen, Menschenansammlungen oder allein zu reisen; rührt meist aus der Angst vor Kontrollverlust bzw. der Sorge, eine Situation nicht verlassen zu können oder keine Hilfe zu bekommen
Soziale Phobie – die generelle Angst vor Menschen bzw. davor, von anderen beurteilt zu werden, z. B. vor Gruppen zu sprechen, Prüfungsangst, Versagensangst
Spezifische Phobie – starke Angst vor Spinnen, Hunden, Fliegen, Höhe, geschlossenen Räumen, dem Zahnarzt, Spritzen etc.
Generalisierte Angststörung – übermäßige Sorge um Gesundheit, Arbeit, Familie
Panikattacken – Angstanfälle ohne konkreten Auslöser (mit und ohne Agoraphobie)
Posttraumatische Belastungsstörung – Angst aufgrund eines traumatischen Erlebnisses
Was Sie selbst tun können
1. Der Angst einen Namen geben – die eigenen Auslöser und Reaktionen zu kennen hilft, sie in den Griff zu bekommen.
2. Sich der angstauslösenden Situation stellen, statt sie zu vermeiden.
3. Entspannter leben: Zeitdruck abbauen, Sorgen hinterfragen, Entspannungsmethoden, Ausdauersport.
Wenn das allein nicht gelingt oder nicht ausreicht, ist es Zeit für professionelle Hilfe.
So läuft die Therapie ab
Im ersten Termin analysieren wir gemeinsam, welche Angstform vorliegt, was sie auslöst, ob körperliche Ursachen mitwirken und ob weitere psychische Belastungen bestehen. Die Therapie richtet sich nach der ärztlichen Leitlinie für Angst- und Panikstörung und setzt je nach Bedarf unter anderem auf kognitive Verhaltenstherapie, Entspannungsverfahren, tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie oder Hypnotherapie.
Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie bereits im ersten Termin ein Stück mehr Kontrolle über ihre Angst spüren. Je nach Schwere sind in der Regel etwa 4 oder mehr Termine sinnvoll, anfangs wöchentlich, später im zweiwöchigen Rhythmus. Bei Bedarf ist die Therapie auch als Hausbesuch oder Videosprechstunde möglich.
Wie wirksam ist Angsttherapie?
Mit wirksamen Methoden in der Hand eines erfahrenen Therapeuten lässt sich Angst und Panik in den meisten Fällen schnell und dauerhaft verbessern. Die aktuell besten Therapieformen sind die kognitive Verhaltenstherapie sowie die psychodynamische Therapie; rein psychoanalytische Verfahren gelten nach heutigem Stand des Wissens als weniger wirksam.
Eine schwedische Studie hat das an Menschen mit Panikstörung untersucht: Ein Teil der Teilnehmenden durfte die Therapieform (kognitive Verhaltenstherapie oder psychodynamische Therapie) frei wählen, der andere Teil wurde zufällig zugeteilt. Der Verlauf war in allen vier Gruppen praktisch identisch – innerhalb von 10 bis 16 Wochen verbesserten sich die gemessenen Panikwerte um etwa 40 %, nach zwei Jahren Nachbeobachtung um insgesamt etwa 60 %.
Kosten
Da die Kosten immer vom medizinisch Notwendigen abhängen, kann ich keine festen Preise nennen. Als ungefährer Rahmen aus vielen Therapien:
– Erste Therapiesitzung (inkl. Anamnese): ca. 120–180 Euro
– Weitere Therapiesitzungen: je ca. 90–150 Euro
– Durchschnittlich werden je nach Schwere etwa 2–6 Sitzungen benötigt
Die allgemeinen Abrechnungsgrundsätze (GebüH, Erstattung durch Krankenkassen etc.) finden Sie ausführlich auf der Seite Die Praxis
Nehmen Sie Kontakt auf
Online-Terminbuchung, Anruf oder E-Mail – wählen Sie den Weg, der für Sie am einfachsten ist.